Schüler in Australien
What and what not to do
Wie heißt es so schön? „Andere Länder, andere Sitten.” Ist man als Schüler oder Student im Ausland unterwegs, gilt es verschiedene Verhaltensregeln zu beachten, um den Austausch sowohl für den Schüler als auch für die vermittelnde Organisation zum Erfolg werden zu lassen.
Das Ziel dieser Regeln soll es nicht sein, den Schüler ständig zu maßregeln, indem man ihm vorschreibt, was er zu tun und mit welchen Konsequenzen er bei Nichteinhaltung zu rechnen hat. Vielmehr geht es um das enge Wirkungsgefüge von Verhaltensregeln, gegenseitigem Respekt und höchstmöglichen Lernerfolg durch Schaffung einer effektiven, sicheren und disziplinierten Lernumgebung. Denn nur mit diesen Regeln kann den Schülern eine qualitativ hochwertige, zukunftsorientierte und vor allem das eigene Potential fördernde Schulbildung ermöglicht werden.
Was wird von den Schülern erwartet?
Die Verhaltensregeln für Schüler werden von verschiedenen Seiten festgelegt. Dies betrifft einerseits die Regierung, die Bildungseinrichtung sowie die Organisation, in diesem Fall AA-Education-Network, die die Sprachreise vermittelt.
Als Beispiel soll hier der australische Bundesstaat Queensland dienen. Der EQI (Education Queensland International) – International Code of Conduct klärt die Anforderungen an das Verhalten für ausländische Schüler und umfasst dabei die Themenschwerpunkte Schulleistungen, studentische Auslandskrankenversicherung, Anwesenheit in der Schule, Kontaktdaten, Regelung bezüglich der Unterbringung in einer Gastfamilie und die Anwendung bzw. die Berücksichtigung der australischen Gesetze und der EQI Grundsätze.
Auf Ebene der Bildungseinrichtungen gibt es den Code of School Behaviour, der die Verantwortlichkeiten aller Seiten, Schüler, Lehrer und Eltern, regelt, um die besten Lernbedingungen für Schüler zu schaffen und die Konsequenzen bei Fehlverhalten aufzuzeigen.
Dies gilt als Basis für die eigenen, individuellen Vereinbarungen der einzelnen Bildungseinrichtungen, der Responsible Behaviour Plan for Students der von dem Schüler und den Eltern vor der Aufnahme unterschrieben und damit akzeptiert wird.
AA-Education-Network stellt darüber hinaus als Vermittler eigene Regeln fest. Dies umfasst Aspekte wie Pünktlichkeit, die stetige Unterrichtsteilnahme und die Mitnahme der Unterrichts-materialien, das Verhalten an der Schule gegenüber Lehrern sowie Gasteltern, die positive Lerneinstellung, der Umgang mit Schuleigentum, das Tragen der Schuluniform, die Absprache mit den Gasteltern bezüglich der außerschulische Aktivitäten, das Verbot von jeglichen Drogen und Alkohol sowie das respektvolle Verhalten gegenüber Erwachsenen, Lehrbeauftragten sowie Mitschülern. Dies wird in einer schriftlichen Vereinbarung mit den entsprechenden Konsequenzen bei Nichteinhaltung vor Antritt des Schüleraustausches detailliert festgehalten und mit einer Unterschrift seitens des Schülers und der Eltern bestätigt und akzeptiert.
Welche Pflichten gibt es seitens der Bildungseinrichtung, der Lehrer und der Eltern?
Die Eltern sollen natürlich einen positiven Einfluss auf ihr Kind ausüben, indem sie es unterstützen, aktives Interesse an seiner Schulbildung zeigen und vor allem auch mit der Schuleinrichtung aktiv zusammenarbeiten. Dies betrifft die stetige Kommunikation mit der Schule bzw. den Lehrern hinsichtlich der Lernerfolge, des Wohlbefindens und Verhalten des Schülers.
Die Schule wiederum verpflichtet sich dem Schüler eine sichere und potentialfördernde Lernumgebung mit einem verbindlichen Lehrplan zu schaffen. Dies beinhaltet die Pflege der Kommunikation zum Schüler und den Eltern. Die Bildungseinrichtung an sich ist dafür verantwortlich, die Effektivität ihrer Tätigkeit auf die Lernerfolge der Schüler stets zu überprüfen und auch für die Qualifikation der Lehrer hinsichtlich der Vermittlung von verantwortungsbewusstem Verhalten an die Schüler sorge zu tragen.
Mit welchen Konsequenzen kann ich bei einem Fehlverhalten rechnen?
Der Responsible Behaviour Plan for Students legt die Konsequenzen fest, die bei Nichteinhaltung der Verhaltensregeln zur Anwendung kommen. Dabei werden auch immer die persönlichen Umstände des Schülers und die Rechte und Bedürfnisse anderer Mitglieder der Schulgemeinschaft berücksichtigt und Konsequenzen erst nach gründlicher Überlegung und Berücksichtigung aller anderen Möglichkeiten eingesetzt.
Der sogenannte „worst case“ ist sicher der Ausschluss aus dem Programm bei einer wirklich strengen Verletzung der beschriebenen Verhaltensregeln, was dazu führt, dass die bereits gezahlten Studiengebühren nicht erstattet werden!! Bei einer prozentualen Teilnahme am Unterricht von durchschnittlich weniger als 80% ohne akzeptable Begründung läuft man Gefahr, sein Studentenvisum zu verlieren, was mit der umgehenden Heimreise verbunden ist. Weniger drastische Maßnahmen sind der Ausschluss vom Unterricht oder gesonderte Einzelbestimmungen, die fallspezifisch festgelegt werden können.
Bei den Verhaltensregeln geht es demnach nicht einfach nur um strikte Befolgung, sondern aus der daraus entstehenden Möglichkeit der Schaffung einer respektvollen Beziehung zwischen Schüler und Lehrer, optimale Lernbedingungen und die daraus resultierenden potenziellen hohen Erfolge. Dies wirkt sich als Folge auf das Erscheinungsbild und den Ruf der Bildungseinrichtung aus.

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